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"Dann müssen wir uns nicht wundern, wenn wir irgendwann nicht mehr sind"

 

AfD macht Wahlkampf gegen Homo- und Transsexuelle

 

Im langsam anlaufenden Bundestagswahlkampf macht mit der AfD nur eine Partei mit Chancen auf einen Einzug Stimmung gegen den LGBTI-"Dummquatsch".

 


Für Beatrix von Storch sind LGBTI-Rechte "plemplem" und "Dummquatsch" (Bild: Facebook / AfD)

 

Die Alternative für Deutschland hat sexuelle und geschlechtliche Minderheiten mit zu ihren Hauptfeinden im Wahlkampf gemacht. Bereits in ihrem im April beschlossenen Wahlprogramm forderte die Partei, am Ehe-Verbot für Schwule und Lesben festzuhalten, außerdem lehnte sie die Anerkennung von Regenbogenfamilien ab und empörte sich über Homo-"Propaganda" an Schulen (queer.de berichtete). In Wahlkampfreden machen die AfD-Granden jetzt deutlich, dass sie diese homophobe Tonlage in den nächsten Wochen kultivieren wollen.

Besonders Vize-Parteichefin Beatrix von Storch zeigt, wie wenig sie von Minderheitenrechten hält: Bei einer Rede vergangene Woche in Bautzen machte sie sich insbesondere über die Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben lustig. Die Europaabgeordnete beschrieb die Bundestagsdebatte am 30. Juni hämisch mit den Worten: "Morgens früh um acht ging es los: Die Debatte, um die so wahnsinnig wichtige, die weltverändernde und wirklich die Probleme unserer Zeit adressierende Ehe für alle zu verabschieden", so Storch unter Kichern aus dem Publikum. "Das ist ja wohl das wichtigste in der Welt. Deswegen waren dort auch fast alle Abgeordneten da und das Plenum war voll. Alle haben abgestimmt. Ein großer Konfettiregen – endlich Schluss mit dieser wahnsinnig diskriminierenden eingetragenen Lebenspartnerschaft."

Storch richtete anschließend die Warnung an ihre Zuschauer, dass es nach der Ehe-Öffnung kaum noch Grenzen gebe. Das nächste sei natürlich, "dass es auch Ehe für drei Männer oder drei Frauen geben muss, weil es gar kein Argument gibt zu sagen: 'Wenn das für zwei ist, warum nicht auch für drei? Wenn Ehe irgendwas mit zwei ist, dann kann es auch irgendwas mit drei sein, oder vier oder fünf."

Außerdem machte sich Storch in der Rede über Transsexuelle lustig, die in ihrem Geschlecht vom Staat anerkannt werden wollen. Für die Rechtspopulistin ist das Ganze eine Verschwörung der Gender-Ideologen: "Das ist so plemplem im Kopf, dass man das nur über viele Jahrzehnte in die Gehirne einsickern lassen kann."

Storch fragte das Publikum auch hämisch: Wer weiß nicht, was das ist, LSBTTIQ?" Nach einer kurzen Pause erklärte sie: "Leider wissen es zu viele schon, weil sie mit diesem ganzen Dummquatsch schon viel zu lange konfrontiert worden sind."

Der Politikerin ist offenbar inzwischen jede Organisation, die Homo- und Transsexuelle nicht grundsätzlich ablehnt, suspekt. So machte sich Storch in derselben Rede über die evangelische Kirche lustig: Sie fragte das Publikum rhetorisch, wer Workshops wie einen "Coming-out-Workshop für Mädchen, Lesben und Frauen" anbiete. Als sie erklärte, dass dieser auf dem Evangelischen Kirchentag veranstaltet wurde, ging einen Raunen durch den Saal.

Daraufhin fand Storch warme, aber vergiftete Worte für Muslime: "Wir dürfen uns bitte nicht wundern, wenn diese Muslime, die zu uns kommen, die klar an ihrem Glauben hängen, die stolz auf ihre Kultur sind – das sei ihnen unbenommen – unsere verachten, weil wir sie offensichtlich selber verachten, wenn wir eine evangelische Kirche haben, die solche Seminare auf ihrem Kirchentag anbietet. Dann müssen wir uns nicht wundern, wenn wir irgendwann nicht mehr sind." Sie fuhr fort: "Das wollen wir und das werden wir nicht hinnehmen."

 

AfD-Hauptfeinde: Muslimische Ausländer und LGBTI

 

Ohnehin vermengen die AfD-Anführer gerne die Themen Muslime und Homosexuelle – so etwa Parteichefin Frauke Petry bei einer Rede in Hoyerswerda. Sie begann mit dem typischen AfD-Szenario der Überfremdung: "Wenn wir statistisch in Deutschland nur noch eine Geburtenrate von 1,3 haben, dann bitte ich Sie auszurechnen, […] wie lange es dauert, wenn Migranten oder auch Deutsche mit Migrationshindergrund mit Geburtenraten jenseits dieser 1,3 – mit drei oder vier Kindern pro Familie – bis diese in Deutschland […] die Mehrheit und die Deutschen die Minderheit stellen werden. Das ist keine Frage von Ideologie, sondern von Mathematik."

Im nächsten Satz erklärte Petry, dass es weitere Gefahren für den Fortbestand der Deutschen gebe – nämlich heiratende Schwule und Lesben: Man werbe dafür, dass "die klassische Familie als Standardmodell in Deutschland erhalten bleibt. Wir werden deshalb weiter die gerade im Bundestag eilig beschlossene Ehe für alle kritisieren und auch alle rechtlichen Möglichkeiten prüfen, dagegen vorzugehen."

 


Bild: Facebook / AfD

 

Ihr Argument: Der Gesetzgeber habe die Kompetenz "zu entscheiden, welches Lebensmodell im Sinne eines funktionierenden Staates, einer funktionierenden Demografie, [er] finanziell unterstützen will und das sollte die klassische Familie bleiben." Allerdings bringt die Ehe für alle gleichgeschlechtlichen Paaren keinerlei zusätzliche finanzielle Unterstützung, da bereits bei eingetragenen Partnerschaften die Gleichbehandlung in der Einkommens- und der Erbschaftsteuer vollzogen – will die Partei hinter diesen Stand zurück?

 

Schwule und Lesben in der AfD tragen den Kurs mit

 

Die lesbischen und schwulen Politiker in der AfD haben mit dieser Art von Homophobie übrigens keine Probleme, zumindest sind keine öffentlichen Gegenstimmen bekannt. Auf Facebook macht die in der Schweiz lebende lesbische AfD-Spitzenkandidatin Alice Weidel lieber Stimmung gegen Ausländer. So beklagt sie etwa die "Samthandschuh-Methode im Umgang mit straffälligen Nichtdeutschen", die die innere Sicherheit gefährde. Die verpartnerte Weidel sagte vor wenigen Wochen auch, dass sie eine Klage gegen die Ehe für alle unterstütze: "Das Institut der Ehe ist verfassungsrechtlich geschützt, und als Grundgesetzpartei möchten wir die Verfassung bewahren."

Auch die offizielle Vertretung Schwuler und Lesben in der AfD hat keine Probleme mit der Homophobie ihrer Parteifreunde: Die sogenannten "Alternativen Homosexuellen" (früher: Homosexuelle in der AfD) orientieren sich vielmehr nach ganz Rechtsausßen: Sie stellten sich vor gut einer Woche auf ihrer Facebook-Seite sogar hinter ihren rechtsextremen Parteifreund Björn Höcke, der gerne persönlich gegen Schwule und Lesben hetzt, mit den Worten: "Wir hier sind einstimmig für Höcke. Gegen Genderpayday und Frauenquote." Daneben wurde ein Bild gezeigt, das den schwulen Bürgerschaftsabgeordneten Alexander Tassis aus Bremen zusammen mit Höcke zeigt. Mirko Welsch, der frühere Chef der Homosexuellen in der AfD, war im März noch wegen der "ständigen Entgleisungen von Björn Höcke" aus der Partei ausgetreten (queer.de berichtete).

 


Alexander Tassis mit seinem rechtsextremen Parteifreund (Bild: Facebook / AHO)

 

Laut aktuellen Umfragen gilt es als praktisch sicher, dass mit der AfD erstmals seit 1949 eine Partei rechts der Union in den Bundestag einziehen wird. Einer aktuellen Umfrage von infratest dimap zufolge kommt die AfD derzeit auf neun Prozent der Stimmen und könnte damit die drittstärkste Fraktion im Bundestag stellen.


 

 

Kreuzfahrten

Ehe für alle an Bord der Cunard-Flotte

An Bord der Luxus-Cruiser "Queen Mary 2", "Queen Elizabeth" und "Queen Victoria" können jetzt auch schwule und lesbische Paare heiraten.


Traumurlaub auf der "Queen Mary 2": Cunard Line ist eine der renommiertesten Marken im Bereich der Luxus-Kreuzfahrten (Bild: Cunard Line)

Als eine der ersten britischen Reedereien bietet die Cunard Line ab sofort die Trauung lesbischer und schwuler Paare an Bord ihrer drei Schiffe an. Damit reagierte das Kreuzfahrtunternehmen, dessen Schiffe unter der Flagge der Bermudas kreuzen, auf die im Mai vom Supreme Court der Bermuda-Inseln angeordnete Öffnung der Ehe (queer.de berichtete).

Bereits seit über fünf Jahren können Paare den wichtigsten Tag ihres Lebens an Bord der "Queen Mary 2", "Queen Elizabeth" oder "Queen Victoria" verbringen – bisher wurden insgesamt über 250 Eheschließungen vollzogen. Die Trauzeremonie wird dabei vom Kapitän oder seinem Stellvertreter durchgeführt. Der Trauschein wird von den Behörden auf den Bermudas ausgestellt.

"Das sind tolle Neuigkeiten", erklärte Simon Palethorpe, Senior Vice President von Cunard Line. "Die erste Buchung des Cunard-Hochzeitpakets von einem gleichgeschlechtlichen Pärchen liegt bereits vor, und wir freuen uns darauf, das Paar sowie hoffentlich viele weitere an Bord begrüßen zu dürfen." (cw/pm)

 
 

Jetzt haben wir es schwarz auf weiß

Ehe für alle im Bundesgesetzblatt veröffentlicht

Ab 1. Oktober können schwule und lesbische Paare wie heterosexuelle eine Ehe eingehen. Was zukünftige Eheleute und aktuelle Lebenspartner jetzt wissen müssen.


Nach jahrelanger Debatte gibt es bald Hochzeits- statt Lebenspartnerschaftskuchen

Rund eine Woche nach der Unterzeichnung durch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (SPD) ist das "Gesetz zur Einführung des Rechts auf Eheschließung für Personen gleichen Geschlechts" am Freitag im Bundesgesetzblatt veröffentlicht worden. Nach der im Gesetz vorgesehen Frist tritt die Ehe-Öffnung somit am 1. Oktober in Kraft – da der Tag ein Sonntag ist, in der Praxis in der Regel einen Tag später.

Schwule und lesbische Paare können ab dann auf Standesämtern heiraten, Terminanfragen und Anträge nehmen die meisten bereits jetzt entgegen. In den letzten Tagen herrschte hier teilweise noch Verunsicherung über den Termin des In-Kraft-Tretens und über Detail-Auswirkungen des Gesetzes. Am Dienstag hatte allerdings das Bundesinnenministerium entsprechende Anwendungshinweise zur Umsetzung der Ehe für alle veröffentlicht (queer.de berichtete).

Ebenfalls auf dem Standesamt können ab Oktober bestehende Lebenspartnerschaften in eine Ehe umgewandelt werden und das auf Wunsch mit einer Eheschließungszeremonie – Paare, die sich auf Druck der CDU etwa in Baden-Württemberg noch ihr Ja-Wort auf einer Kfz-Zulassungsstelle geben mussten, bekommen so doch noch Gerechtigkeit und eine würdige Zeremonie.

Welche Gebühren für ein Upgrade erhoben werden, wird von den Bundesländern und teilweise von den Gemeinden festgelegt. Der LSVD forderte in Briefen alle zuständigen Landesminister zu einem Gebührenverzicht auf, da es sich um die Beseitigung einer Diskriminierung handele. Der Berliner Bürgermeister Klaus Lederer (Die Linke) sprach sich in einem Interview als erster dafür aus, die Umwandlung von Lebenspartnerschaften in eine Ehe kostenlos durchzuführen.

Durch das Upgrade gelten rückwirkend ab dem Tag der Verpartnerung die vollen Rechte und Pflichte der Ehe – das kann Auswirkungen u.a. bei Einkommenssteuer, Familienzuschlag, Grundsteuer oder dem Versorgungsausgleich haben. Paare können auch ihre Lebenspartnerschaft beibehalten, allerdings ab 1. Oktober keine neue mehr eingehen.

Details zu diesen Rechtsfragen, zu notwendigen Dokumenten ebenso wie zu zusätzlichen Fragen binationaler Paare, bietet ein FAQ des LSVD.

Für Regenbogenfamilien bleibt es kompliziert

Mit der Ehe erhalten schwule und lesbische Paare erstmals ein gemeinschaftliches Adoptionsrecht. Einen Wermutstropfen für lesbische Paare gibt es: Bringt eine Frau ein Kind in die Ehe ein oder wird sie Mutter, wird ihre Ehefrau – teilweise anders als ein Ehemann – nicht automatisch ebenfalls Mutter des Kindes, sondern ist zunächst weiter auf die bürokratische Stiefkindadoption angewiesen – eine BGB-Formulierung zu "Vaterschaft" bleibt zunächst männlich (queer.de berichtete). Das Bundesjustizministerium plant allerdings eine Überarbeitung des Familienrechts, die auch diesen Punkt umfasst (queer.de berichtete).

Das Gesetz zur Ehe-Öffnung basiert auf einem Entwurf aus der vorherigen Legislaturperiode und war 2015 erneut im Bundesrat vorgelegt und in der Länderkammer beschlossen worden (queer.de berichtete). Unter Druck der Union ließ der Bundestag den Entwurf erst ein Jahr liegen und dann im Rechtsausschuss von Sitzung zu Sitzung vertagen – bis Bundeskanzlerin Angela Merkel unter Druck künftiger Koalitionspartner Ende Juni plötzlich von der Möglichkeit einer Gewissensentscheidung sprach und die SPD eine entsprechende Abstimmung noch in dieser Legislaturperiode durchsetzte. So stimmte am 30. Juni der Bundestag dem Gesetz zu (queer.de berichtete), eine Woche später passierte es erneut die Länderkammer (queer.de berichtete).

Das Gesetz und sein gesamter Beratungsvorgang samt Reden und zu Protokoll gegebener Erklärungen lässt sich auf der Webseite des Bundestags nachlesen. Die Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt dürfte das letzte Wort in der Sache sein: Zwar prüft Bayern als einziges Bundesland mit Unions-Alleinregierung noch eine Klage in Karlsruhe. Dass das Land aber anders als bei der Einführung der Lebenspartnerschaft keinen Antrag auf Erlass einer Einstweiligen Verfügung stellen will und die Ehe-Öffnung so zunächst in Kraft tritt, werten Experten bereits als indirekt angekündigten Verzicht auf eine wenig Erfolg versprechende Klage.

Bereits am letzten Freitag ist im Bundesgesetzblatt das Gesetz veröffentlicht worden, das Verfolgte nach dem Paragrafen 175 rehabilitiert und ihnen eine Entschädigung bietet. Infos dazu hier. (nb)

 
 
 

Olivia Jones

Offener Brief: Anzeige wegen Volksverhetzung

Sehr „geehrte“ AfD Sachsen-Anhalt,

mir reicht’s! Ich habe auf der Davidwache gegen Ihren Vorsitzenden André Poggenburg Anzeige erstattet.

Mir ist klar, dass er das von jemandem wie mir vermutlich als „Ritterschlag“ empfinden wird.

Aber ich will mich später nicht fragen lassen müssen, warum ich die Klappe gehalten habe.

Ja, in einer Demokratie darf man unterschiedlicher Meinung sein und ich bemühe mich, auch die – aus meiner Sicht – absurdesten Ängste ernst zu nehmen.

Aber wenn auf der Partei- und Fraktions-Facebookseite der AfD Sachsen-Anhalt Homosexualität mit Pädophilie in Zusammenhang gebracht wird,

ist das für mich keine Frage von Meinungsverschiedenheiten mehr, sondern Volksverhetzung.

Für alle, die sich jetzt fragen, was genau passiert ist:

Das „Ministerium für Gleichstellung“ in Sachsen-Anhalt hat u. a. für Kitas und Grundschulen

eine Broschüre mit Kinderbuch-Empfehlungen zum Thema „Homosexualität“ und „gleichgeschlechtliche Beziehungen“ veröffentlicht

(darunter auch mein Buch „Keine Angst in Andersrum“).

Toll, mutig, lobenswert!

Leider hatte die AfD Sachsen-Anhalt und ihre Fraktion daraufhin nichts Besseres zu tun,

als u. a. auf ihrer Facebookseite eine merkwürdige Erklärung von Herrn Poggenburg gegen „Frühsexualisierung“ zu veröffentlichen.

Das dazugehörige Bild verunglimpft nicht nur die Broschüre,

sondern stellt auch noch Aufklärung über Homosexualität mit Kindesmissbrauch auf eine Stufe.

Überschrift: „Neue Bildungslektüre für Kinder“.

Auf der linken Seite: „Wie kann ich als Kind Sex haben? 5 Schritte einfach erklärt.

Heute: Warum Du in Wirklichkeit homo bist.“

Und auf der rechten Seite:

„Schreibe Deine sieben erotischen Szenarien mit einem Erwachsenen auf.“

Da hört für mich der „Spaß“ als „betroffene“ Autorin dann endgültig auf.

Und sollte mir jetzt jemand mit „Humor“ oder „Satire“ kommen, kann ich nur sagen:

Da bleibt mir das Lachen im Halse stecken. Millionen Menschen mussten und müssen unter solchem „Humor“ leiden.

Menschen, die sich Ihre Homosexualität nicht ausgesucht haben, die auch nicht schwul „gemacht“, sondern so geboren wurden.

Liebe AfD Sachsen-Anhalt, ich frage mich ernsthaft,

ob eigentlich jemals eines Ihrer Fraktionsmitglieder eines der vom Ministerium empfohlenen Bücher gelesen hat.

Ich schicke Ihnen meins gerne kostenlos zu. Wenn’s sein muss, komme ich sogar zum Vorlesen vorbei.

Vielleicht fällt Ihnen dann endlich auf, wie einfach man Kindern erklären kann,

dass es noch andere Beziehungsformen als Mann-Frau oder Mutter-Vater-Kind gibt,

dass davon die Welt nicht untergeht und es sogar in der Natur vorkommt – und zwar alles ohne auch nur einmal das Wort

„Sex“

zu benutzen.

Was können denn bitte Kinder dafür, wenn Sie als Erwachsene beim Thema Liebe immer gleich an Sex denken müssen?

Also: Erst überlegen, dann reden, nicht immer alles in einen Topf schmeißen

und die Kirche auch mal im Dorf lassen – sonst ist es bald wieder nicht mehr weit bis zum nächsten Scheiterhaufen.

Die Welt braucht Feuerwehrleute. Brandstifter gibt es schon genug.

Hören Sie endlich auf, zu zündeln.

Olivia Jones & „Familie“

P. S.: Hoffentlich gibt’s bei der Berlin-Wahl den Denkzettel!

 
 
WIR GEDENKEN DEN OPFERN VON ORLANDO
 
 
 
 

Wird die Trauer um Guido Westerwelle das Denken von Angela Merkel ändern?

Mit der Trauerfeier haben sein Mann, seine Freunde und Kollegen Abschied von Guido Westerwelle genommen. Als Vicky Leandros sich mit einem eigens für diesen Anlass umgeschriebenen Lied von ihm verabschiedete, blieb kaum ein Auge trocken. Nach der Predigt und der Ansprache Angela Merkels keimen aber auch rationale Hoffnungen auf mehr homosexueller Paares in katholischer Kirche und bei der Union auf

guido-westerwelle trauerfeier

Mit einer Trauerfeier in der Kölner Basilika St. Aposteln haben Freunde und Familie sowie Kollegen heute Abschied zu Guido Westerwelle genommen. Mit dabei Kanzlerin Angela Merkel und Bundespräsident Joachim Gauck. Die Predigt hielt Prälat Dr. Karl Jüsten, Leiter des Katholischen Büros in Berlin, der mit Westerwelle seit frühester Jugend befreundet war.

Jüsten nannte Westerwelle einen „Bekenner“ und Kämpfer für die Menschenrechte. Identifikationsfigur und Vorbild für die, die Rückgrat zeigen, wenn es Kritik hagelt. Respekt für die Andersdenkenden. Der Prälat zeigte seinen großen Respekt vor Michael und Guido, die er kennenlernen durfte als „zwei Menschen, die sich lieben und füreinander einstehen“. Beide verband neben der großen Liebe ein gemeinsames Anliegen, das auch der Leiter des katholischen Büros teilt: „Diskriminierung und Ausgrenzung sind mit unserem Menschenbild nicht vereinbar“. Jüsten verschwieg in diesem Zusammenhang aber auch nicht, dass Westerwelle ein religiöser Mensch war: Er „stand zu seinem Christentum und zu seinem Glauben“.

„Und weinen wir heute sehr um Dich, Du bleibst im Herzen sicherlich“

Musikalisch wurde die Trauerfeier durch die Klassische Philharmonie Bonn sowie dem Chor der Oper Köln gestaltet. Einer der Höhepunkte der Feier war ein Auftritt der Schlagersängerin Vicky Leandros, die ein eigens für den Anlass eigens verfasstes bzw. umgeschriebenes Lied sang. „Schön war die Zeit mit Dir!“

Auch Angela Merkels Ansprache war von persönlicher Bewegtheit geprägt: Westerwelle habe die liberalen Grundwerte verteidigt und sei keinem Konflikt ausgewichen: „Er schaffte es auch, mich – ich kann es nicht anders sagen – zur Weißglut zu bringen. Wir waren auch verwundert, zum Beispiel als Guido Westerwelle zusammen mit Michael Mronz zusammen als Paar gekommen sind. Meine Anteilnahme gilt vor allem dir, lieber Michael. Deinen Schmerz können wir nur erahnen."

Wenn das zu einer Initialzündung für echten Respekt werden würde…

Nichts liegt mir ferner als hier die Trauerfeier Westerwelles für irgendwelche partei- oder homopolitischen Interessen zu instrumentalisieren. Auch ich kann nicht verbergen, dass auch ich zu allererst ergriffen und zu Tränen gerührt war, als Vicky Leandros sang oder das traurige Gesicht von Michael Mronz bei der ARD-Übertragung eingeblendet wurde. Zugleich war ich aber auch fasziniert, wie weit zum Beispiel der katholische Trauerprediger Prälat Jüsten in seiner Predigt ging. Wer weiß, dass der Ehrentitel „Bekenner“ in der katholischen Kirche nur Heiligen zukommt, kann erahnen, wie sehr Jüsten bemüht war, Westerwelles Person zu würdigen. Dass er dabei auch seinen tiefen Respekt vor dessen Lebenspartnerschaft mit einem anderen Mann zeigte, ist für die katholische Kirche viel, enorm viel.

Ähnliches gilt für Angela Merkel, die als Gegnerin einer kompletten Eheöffnung und eines gleichberechtigten Adoptionsrechts für Paare wie sie Michael Mronz und Guido Westerwelle eines waren, gilt. Dass sie in ihrer ersten Kondolenz von Mronz als dem „Mann“ Westerwelles sprach, zeigt doch, dass sie gedanklich schon weiter ist als die Rechtssprechung in der Bundesrepublik. Daher kam auch doch während dieses Trauerfeier so etwas wie Hoffnung auf: vielleicht war diese Stunde des Gedenkens ja wirklich ein Fortschritt im Denken von katholischen Klerikern und von Angela Merkel. Dann würde aus Trauer und Ergriffenheit echter Fortschritt dort, wo es um Menschenrechte geht. Ich denke, Westerwelle hätte angesichts solch einer weiterführenden Wirkung jener Trauerstunde echte Genugtuung empfunden.

 
von Khairunissa Dhala, Refugee Researcher bei Amnesty International
 
Homosexuelle syrische Flüchtlinge
kämpfen im Libanon ums Überleben
 
Als der sechsundzwanzigjährige Khalil dem Konflikt
und der humanitären Völkerrechtskrise in Syrien in den Libanon entflohen war,
dachte er, dass es in seinem sein Leben endlich bergauf gehen würde.

Doch eines Nachts wurde er in ein Treffen mit zwei Männern gelockt. Er sagt, sie haben ihn vergewaltigt und sein Handy und Geld aus seiner Brieftasche gestohlen. Khalil hat den Vorfall nie der Polizei gemeldet. Er ist ein Flüchtling - und homosexuell. Er befürchtete, bestraft zu werden, und dass es niemanden kümmern würde, was ihm widerfahren worden war.

Danach hat er versucht, Selbstmord zu begehen - ein Freund fand ihn und brachte ihn ins Krankenhaus. Obwohl der Libanon dafür bekannt ist, toleranter als die meisten anderen Länder der Region zu sein, sind 'homosexuelle Handlungen' laut dem libanesischen Strafgesetzbuch wie in Syrien verboten. Der Bekanntheitsgrad der Lesben, Schwulen, Bi-, Trans- und Intersexuellen (LGBTI) wächst zwar stetig, doch gilt das Thema noch immer als tabu.

Khalil ist einer von knapp einer Millionen syrischen Flüchtlingen, die in den Libanon gekommen sind. Er sagt, dass er tagtägliche Diskrimination erleiden muss. Grund dafür sei seine Nationalität, doch als schwuler Mann muss er mit weiteren Schwierigkeiten kämpfen. Der Großteil der Flüchtlinge, die aus Syrien in den Libanon kommen, werden beim UNHCR eingeschrieben, dem Flüchtlingshilfswerk der UN, um Unterstützung erhalten zu können.

Ich lernte, dass viele schwule Männer dabei ihre sexuelle Identität nicht verraten - aus Angst vor zusätzlicher Stigmatisierung. Diejenigen, die sich eingeschrieben haben, sagen, dass Dienstleister_innen der UNHCR ihre Homosexualität in Frage stellten, bevor sie ihnen geholfen haben. Zudem haben sie keine Rücksicht auf ihre Bedürfnisse genommen. Die meisten berichten, dass sie die Sicherheit und Geborgenheit, nach der sie außerhalb Syriens gesucht haben, nicht finden konnten.

Der vierunddreißigjährige Omar zog im November 2012 in den Libanon, da er befürchtete, in Syrien von islamistischen Militant_innen, welche seine Heimatstadt eingenommen hatten, aufgrund seiner Homosexualität verfolgt zu werden. Trotzdem fällt es ihm schwer, sich sicher zu fühlen. „Ich fühle mich generell weder sicher noch stabil. Es wird dadurch verschlimmert, dass ich nicht nur schwul, sondern auch syrisch bin. Das stellt eine doppelte Diskriminierung dar“, so Omar.

Sind sie einmal im Libanon angekommen, haben die meisten syrischen Flüchtlinge mit den hohen Lebensunterhaltskosten und der fehlenden Verfügbarkeit an Unterstützung zu kämpfen. Flüchtlinge können aufgrund ihrer finanziellen Notlage Unterstützung erhalten und sind somit verstärkt auf die Hilfe anderer angewiesen. Dadurch sind sie gefährdet, in missbrauchende Beziehungen zu geraten, weil sie nirgendwo anders hingehen können.

Der sechsundzwanzigjährige Hamid zog 2011 in den Libanon und lebte anfangs mit einem libanesischen Freund, von dem er erzählt, missbraucht worden zu sein. Er sagt, er sei geschlagen und dazu gezwungen worden, mit Freunden des Mannes Geschlechtsverkehr zu haben. „Er hat mich häufig körperlich verletzt. Er hat mein Bein gebrochen und mein Ohr geschlagen - ich kann nicht richtig hören. Ich habe nie das Haus verlassen, weil es keinen Ort gab, wo ich hingehen konnte. Ich habe es toleriert, geschlagen zu werden... Er hat damit gedroht, mich aus aus dem Haus zu werfen, es sei denn, ich hätte Geschlechtsverkehr mit seinen Gästen“, sagte er.

Im November 2013 lief Hamid davon und schlief zwei Nächte lang am Strand, bevor er sich beim UNHCR eintrag. Er leidet unter Hepatitis B, einem Virus, der die Leber angreift, und hat den UNHCR über seine Erkrankung informiert. Die Behandlungskosten für chronische Erkrankungen wie Hepatitis B sind sehr hoch und werden weder von der UN noch vom libanesischen Gesundheitssystem abgedeckt. Hamid konnte sich testen und somit seine Krankheit nachweisen lassen. Um die monatlichen Behandlungskosten abzudecken, die im Libanon bei einer Höhe von $3000 USD liegen, fehlen ihm jedoch die finanziellen Mittel. Er ist außerstande zu arbeiten und darüber besorgt, dass im Krankheitsfall niemand da sein wird, der sich um ihn kümmert. Ohne Aussicht auf weitere Unterstützung oder medizinische Versorgung ist Hamid so verzweifelt, dass er sogar überlegt, zu dem Mann zurückzukehren, der ihn geschlagen hat, um mit ihm zu leben.

Khalil, Omar und Hamid sagten alle, dass sie hoffen, sich schließlich in einem Land niederlassen zu können, wo sie Zugang zu medizinischer Versorgung, Recht auf Arbeit, und keine Angst davor haben, offen zu gestehen, dass sie schwul sind. Bis dahin werden sie weiterhin ihr Bestes geben im Libanon zu überleben.

Alle Namen wurden zum Schutz der Identität der Personen verändert.

 
 
 
 
Asyl in Berlin
Das besondere Leid der homosexuellen Flüchtlinge
1.09.2015 von Til Biermann
 
In den Flüchtlingsströmen, die nach Berlin drängen, treibt eine Gruppe mit,
die es bei den rauen Bedingungen auf der Straße und den Unterkünften besonders schwer hat.
Homo- und Transsexuelle
 
Maggy (25) aus dem Libanon gehört dazu.
Die Transsexuelle ist seit vier Monaten in Berlin, musste aufgrund ihrer sexuellen Orientierung aus der Heimat fliehen.
„Im Flüchtlings-Heim denken die, ich bin ein Alien“, sagt sie.
Sie hat ein kleines Einzelzimmer bekommen, aus dem sie vor Angst kaum raus geht.
Ihr Freund hat es noch schwerer, lebt mit anderen Flüchtlingen in einem Raum.
Die beschimpfen ihn als „Schwuchtel“, wenn er beim Duschen die Tür der Gemeinschaftsdusche abschließt.
 
22 Schwule, Lesben und drei transsexuelle Flüchtlinge werden zurzeit in Berlin
von der Sozialpädagogin Jouanna Hassoun (32) betreut.
“Ich bekomme sechs bis acht neue Anfragen von Hilfsbedürftigen pro Woche,
habe schon über 300 Beratungen gemacht”, sagt sie.
“Ich kann nicht allen sofort helfen. Dabei sind in den Unterkünften auch ‘ISIS’-Anhänger”, sagt sie.
 
Nicht jeder kann seine Neigung verstecken
Sie berichtet von Beleidigungen, Schlägen und sexuellen Übergriffen.
Besonders Transsexuelle leiden, werden unter der Dusche bedrängt.
“Du bist doch sowieso ne’ Schlampe”, soll es dann heißen.
“Manche versuchen, ihr soziales Geschlecht zu verstecken”, sagt Hassoun.
Aber das würden nicht alle schaffen, 24 Stunden am Tag.
“Wenn man generell zart besaitet ist, kann man nicht plötzlich auf Obermacker machen.
” Die Folge: “Nach Kriegstraumata kommen dann weitere psychische Probleme.”
Hassoun will mehr Gelder, extra Unterkünfte für besonders schutzbedürftige Flüchtlinge.
Und Hilfe soll kommen. Der Berliner Senat plant eine Erhöhung des Etats
der Landesantidiskriminierungsstelle von derzeit 3,69 Millionen Euro auf 3,964 (2016)
und dann 4,15 Millionen Euro (2017). Der “Lesben- und Schwulenverband” fordert,
dass die die zusätzlichen Finanzmittel hauptsächlich den schwulen,
lesbischen und transsexuellen Flüchtlingen helfen sollen.
Das hofft auch Hassoun, die mit ihrer halben Stelle beim “Zentrum für Migranten,
Lesben und Schwule” nicht alles alleine schafft. “Ich brauche Unterstützung”, sagt sie.
Laut Umfragen sind mindestens ein Prozent aller Menschen homosexuell,
Schätzungen kommen auf fünf bis zehn Prozent. Von den 800.000 Flüchtlingen,
die 2015 nach Deutschland kommen, müssten also mindestens 8000 homosexuell sein.
Die tatsächliche Zahl solcher Schutzsuchenden wird aufgrund der extrem hohen Todesgefahr,
in der sich Homosexuelle etwa in radikalislamischen ISIS-Gebieten und dem Iran befinden, höher sein.
 
 
 
 

Schwuler AfD-Stadtrat verlässt Partei

Rösrath 11.01.2015

Wegen "pauschaler Entgleisungen gegen den Islam" und "homophober Äußerungen" kehrt der Rösrather Politiker Kacem Bitich der Alternative für Deutschland den Rücken.

Im liberalen Flügel der Alternative für Deutschland wird es zunehmend einsam: Nun hat auch der Rösrather Stadtrat Kacem Bitich zum 31. Januar seinen Austritt aus der AfD erklärt. Sein Mandat will er als Parteiloser weiterführen.

"Die Entwicklung der letzten Wochen und Monate lässt es mir nicht weiter zu, die Partei zu unterstützen", heißt es in einer Erklärung des offen schwulen Politikers vom 7. Januar. "Die pauschalen Entgleisungen gegen den Islam von Konrad Adam anlässlich der Geiselnahme von Sydney und Alexander Gauland zum heutigen Terroranschlag in Paris kann ich als liberaler Mensch und insbesondere als Kind muslimisch-christlicher Eltern nicht akzeptieren."

Bitich, der deutsche und marokkanische Wurzeln hat, wirft der AfD darüber hinaus schwulenfeindliche Tendenzen vor: "Die homophoben Äußerungen innerhalb der Partei und die Drohungen gegen mich sind ein weiterer Grund meiner Entscheidung", so der 33-Jährige, der von Mai bis Oktober 2014 dem erweiterten Vorstand des Arbeitskreises "Homosexuelle in der AfD" angehörte. In sozialen Netzwerken war Bitich von Parteifreunden wegen seiner Homosexualität mehrfach beleidigt worden. Darüber hinaus wurden bereits im vergangenen Jahr anonyme Gerüchte gestreut, er habe die AfD-Fraktion verlassen.

ttacken des "rechtskonservativen Flügels" vermutet

Dem "Kölner Stadt-Anzeiger" sagte der Rösrather Stadtrat Anfang Dezember 2014, er vermute den "rechtskonservativen Flügel" hinter den Attacken, er wolle sich aber nicht beirren lassen. "Ich werde keinesfalls austreten", meinte der Kommunalpolitiker damals noch. "Ich bin weiter in der AfD und vertrete den liberalen Flügel." Die Angriffe seien zwar "unangenehm", könnten ihm aber nichts anhaben: "Ich stehe da drüber."

Nur einen Monat später hat Bitich dann doch den Schlussstrich gezogen. In seiner Austrittserklärung kritisierte er außerdem, dass er auf der Facebookseite des AfD-Bundesverbands vom Administrator gesperrt worden sei. Darüber hinaus habe die Bundesgeschäftstelle bestätigt, dass er und seine Haltung zur Partei "über Wochen beobachtet wurde".

Seinen Kreisverband und seine ehemalige Fraktion nahm Bitich von der Kritik ausdrücklich aus. "Ich möchte mich bei meinem Fraktionschef Jörg Feller und bei meinem Kreischef Torsten Jungbluth für die Unterstützung der letzten Monate bedanken. Die Zusammenarbeit war immer freundschaftlich und harmonisch." Auch der Kreisverband Rheinisch-Bergischer Kreis wünschte dem schwulen Politiker nach dem Austritt "alles Gute".

Von den Homosexuellen in der AfD wurde die Erklärung Kacem Bitichs bislang nicht kommentiert.

 

Schwul im Iran: OP oder Tod!

Homosexuelle im Iran müssen sich einer Geschlechtsumwandlung unterziehen - oder sterben

Was im Iran Alltag zu sein scheint, kommt uns vor wie ein schrecklicher Alptraum. Wer dort homosexuell ist, hat die Wahl: Geschlechtsumwandlung oder Tod. Denn der Iran ist eines von sieben Ländern auf der Welt, in denen Homosexualität als Krankheit angesehen und mit dem Tod bestraft wird.

Zuerst werden die betroffenen Personen zu Klerikern geschickt. Mit der Religion als stärkendem Argument wird ihnen erklärt, dass sie krank sind und eine Behandlung brauchen. Wenn die „Krankheit“ durch Gebete nicht geheilt wurde, wird eine sexuelle Störung festgestellt, die letztlich mit der Geschlechtsumwandlung behoben werden muss.

Nicht nur die Regierung, auch die eigenen Familien zwingen die Betroffenen zu diesem Schritt. Die offizielle Zahl liegt bei 400 OPs im Jahr, inoffiziell dürften es jedoch weitaus mehr sein.

Das Problem besteht vor allem auch darin, dass viele der Betroffenen nicht wissen, dass ihnen die Flucht in ein anderes Land ein neues Leben schenken könnte. Weil sie nicht an Informationen herankommen und man ihnen einredet, dass sie krank sind, glauben sie, keine andere Wahl als die OP zu haben – die übrigens vom Staat finanziert wird. TV und Internet haben die Aufklärung bereits verbessert und Einige zur Flucht animiert. Das Ziel sollte aber viel mehr eine Abschaffung dieser menschenverachtenden Verfahrensweise sein.


 

Madonna verärgert Schwule


Ausgerechnet sie: In einem Assozationsspiel wirft Homosexuellen-Ikone Madonna
abwertenderweise mit dem Begriff „schwul“ um sich. Im Netz wird diskutiert:
Darf die das?
Popstar Madonna (55 ) ist eigentlich seit jeher eine Ikone der Schwulenszene,
und tritt selbst schon lange für die Rechte von Lesben,
Schwulen und Transsexuellen ein.
Dass man „schwul“ nicht leichtfertig als Schimpfwort verwendet,
sollte die Sängerin also eigentlich wissen.
Bei einem Assoziationsspiel auf „Buzzfeed“ verwendete Madonna den Begriff
dennoch gleich zweimal.
Dass ihr bei Russlands homophobem Präsidenten Putin
als erstes „gay“ einfällt, kann man vielleicht noch als irgendwo naheliegende,
wenn auch wenig durchdachte Provokation durchgehen lassen.
Aber warum muss sie auch noch ihre Abneigung gegen Kohl (das Gemüse, nicht der Politiker)
mit diesem Begriff kund tun?
„Es überrascht mich, dass sie das Wort 'schwul' als Beleidigung benutzt.
Ich dachte, dass sie mehr Einfühlungsvermögen hat“,
kommentierte ein „Buzzfeed“-User den Beitrag.
„Sie sollte es besser wissen“, schreibt eine Nutzerin auf Twitter.
„Madonna darf 'schwul' genausowenig als Schimpfwort benutzen,
wie irgendwer sonst“, meint ein weiterer Twitterer.
Von einem echten Shitstorm kann allerdings noch nicht die Rede sein
und der Popstar bekommt sogar Rückendeckung:
Angesichts ihrer Verdienste kann sie den Begriff eigentlich gar nicht abwertend gemeint haben,
so der Tenor der Unterstützer. Und mancher nimmt's mit Humor:
„Wo der köstliche Kohl seinen saftigen Stängel hinsteckt, geht Madonna nichts an
“, twitterte etwa ein Kohl-Fan.
Und auf „Buzzfeed“ wird eine andere Antwort schärfer diskutiert:
Zu Guacamole fielen Madonna nämlich „eklige Keime“ ein.
Quelle Focus Online am Donnerstag, 24.04.2014

 


 

Magdeburg erhält Magnus-Hirschfeld-Weg


Der Stadtrat von Magdeburg hat am 24. April.2014 beschlossen, eine neu entstehende Straße
nach dem Wegbereiter der ersten Homosexuellen-Bewegung Magnus Hirschfeld zu benennen.
Der künftige Magnus-Hirschfeld-Weg liegt im Stadtteil Neue Neustadt, in dem der Sexualwissenschaftler
ab 1894 selbst tätig war. In der Nachtweide 95 betrieb er eine Naturheilanstalt als Sanatorium.
Laut den Werbeanzeigen der damaligen Tagespresse hielt Hirschfeld darüber hinaus in der naturheilkundlichen
Kur- und Badeanstalt in der Großen Schulstraße 4, die er ärztlich leitete, Sprechstunden ab.
Der Magnus-Hirschfeld-Weg geht auf einen Antrag der Grünen aus dem Jahr 2012 zurück.
"Sein Name ist in der breiten Öffentlichkeit wenig bekannt, deshalb wollten wir mit diesem Antrag
einen so verdienstvollen ehemaliger Bürger unserer Stadt ehren", erklärte der grüne Landtagsabgeordnete Olaf Meister.
"Wir finden, der 80. Todestag von Magnus Hirschfeld am 14. Mai 2015 ist ein geeigneter Anlass,
um mit einer Informationstafel oder einem Zusatzschild am Straßennamen über das Leben und Wirken Hirschfelds zu informieren."
Magdeburgs Stadtratsvorsitzende Beate Wübbenhorst (SPD) hatte zuvor bereits angekündigt, ein entsprechendes Zusatzschild spenden zu wollen. (mize)

 



Ankündigung für neue Serie
 

ZDF hält Schwule für "Exoten"



Das ZDF dreht eine schwäbische Kinderklinik-Serie mit einem schwulen Chefarzt – der Pressetext lässt nichts Gutes vermuten.

Miroslav Nemec wird nicht mehr nur als Kommissar Ivo Batić in München ermitteln, sondern auch als schwuler Chefarzt
in einer Stuttgarter Kinderklinik die Herzen höher schlagen lassen. Das ZDF dreht seit Donnerstag die neue Krankenhausserie
im Mittleren Neckarraum. Die Hauptrolle wird von Christine Urspruch gespielt, die als Alberich im Münsterer "Tatort" Leichen aufschneidet.

Ob die zunächst zwölfteilige Serie gut wird, hängt von den Autoren ab – und die gehen im ZDF ja gerne mal mit dem Holzhammer vor.
Kein gutes Zeichen ist, dass die kleinwüchsige Hauptdarstellerin eine Kinderärztin mit dem nicht sehr subtilen Namen Frau Dr. Klein erhält.

Im Brainstorming wurde dann offenbar ein Dr.-Brinkmann-Gedächtnis-Team zusammengewürfelt, das zu möglichst vielen Schenkelklopfern taugt:
Neben der kleinwüchsigen Chefärztin bedeutet das einen Schwulen, eine Dicke, einen Schwarzen und natürlich einen Intriganten.
Im Jargon der TV-Macher sind das offenbar "Exoten", wie der am Mittwoch veröffentlichte Pressetext zeigt:

Pressetext:
Allerdings ist [Dr. Valerie Klein] nicht der einzige "Exot" in der "Rosensteinklinik": Der Chefarzt (Miroslav Nemec) ist homosexuell,
die Oberschwester (Martina Eitner-Acheampong) übergewichtig, der Assistenzarzt (Michael Klammer) dunkelhäutig
und ihr größter Konkurrent (Simon Licht) der festen Überzeugung, dass er nur deshalb den Posten des Leitenden Oberarztes nicht bekommen hat,
weil er "gesund, normal und hetero" ist. Harte Zeiten für Dr. Valerie Klein, die nicht nur bei den jungen Patienten vollen Einsatz zeigen muss.

Das ZDF will die Serie im Herbst 2014 ausstrahlen. Sie soll jeweils freitags nach der "Heute"-Sendung gezeigt werden. Vielleicht wird sie ja doch ganz lustig

 



23.04.2014
 

Jodie Foster heiratet Partnerin


Die lesbische Schauspielerin hat ihrer Kollegin Alexandra Hedison ("The L Word") das Ja-Wort gegeben.
Diese ist die Ex-Freundin von Ellen DeGeneres.

Die amerikanische Schauspielerin Jodie Foster hat am Wochenende ihre Partnerin Alexandra Hedison geheiratet.
Ein entsprechender Bericht des Klatsch-Portals "E! Online" wurde inzwischen vom Verleger Fosters bestätigt.
Weitere Details zu der Hochzeit verriet der Bericht zunächst nicht.

Das Paar soll seit dem letzten Sommer zusammen sein. Zuvor war Foster, die vor allem durch die Hauptrollen in den Filmen
"Das Schweigen der Lämmer", "Contact" und "Panic Room" bekannt wurde, für rund 20 Jahre bis 2008 mit der Filmproduzentin
Cydney Bernard zusammen; mit ihr zog die 51-Jährige zwei Söhne auf, die heute 15 und 13 Jahre alt sind.
Foster hatte sich erst im letzten Jahr als lesbisch geoutet – dafür live vor einem Millionenpublikum bei der Verleihung der Golden Globe
Die 44-jährige Hedison arbeitet hauptberuflich als Fotografin in Los Angeles, als Schauspielerin wurde sie durch Rollen
in "Nash Bridges" und "The L Word" bekannt. Bis 2004 war sie für rund drei Jahre mit der lesbischen Talkmasterin Ellen DeGeneres zusammen.
DeGeneres lernte angeblich in dieser Zeit die Schauspielerin Partnerin Portia de Rossi ("Ally McBeal") kennen, mit der sie seit 2008 verheiratet ist.
Foster und Hedison haben beide zum ersten Mal geheiratet.

 




 

Die Regenbogenflagge


Die Regenbogenflagge ist wohl das bekannteste schwul-lesbische Symbol.
1978 entwarf Gilbert Baker in San Francisco eine Flagge mit 6 Streifen in den Farben des Regenbogens,
die den Stolz der schwul-lesbischen Community symbolisieren sollte.
Allmählich gewann die Flagge an Popularität und bot eine optische und farbenfrohe Alternative zu dem bisher geläufigen pinkfarbenen Dreieck.
Mittlerweile wird die Regenbogenflagge vom Internationalen Kongress der Flaggenhersteller (International Congress of Flag Makers)
anerkannt und weltweit auf Schwulen- und Lesbenparaden geschwenkt. 1989 erlangte die Regenbogenflagge
in den USA landesweit Aufmerksamkeit, nachdem John Stout erfolgreich seine Vermieter in West Hollywood verklagt hatte,
als diese ihm verboten, die Flagge von seinem Balkon aus zu hissen.
Baker lebt heute immer noch in San Francisco und stellt nach wie vor Regenbogenflaggen her.

 



 

BEDEUTUNG DER FARBEN....!!!
Rot: Leben
Orange: Gesundheit
Gelb: Sonne
Grün: Harmonie mit der Natur
Blau: Kunst
Violett: Geist



 



 

Single Info..!!!


 

Chaos Radio Berlin spielt ein Lied von Bernd Clüver mit dem Titel


 

"Mike und sein Freund"


Dieses Lied stößt bei unseren Hörern auf Beifall und wird sehr gerne gehört und gewünscht.
Bernd Clüver stellte im Oktober 1976 diesen Titel vor und sorgte für große Aufmerksamkeit,
da erstmals ein Sänger in der BRD über Homosexualität sang.
Obwohl das Lied in den deutschen Chats bis auf Platz 44 stieg,
durfte er damit weder in der ZDF-Hitparade noch in der Sendung disco`76 auftreten.
Vielmehr musste der Sänger land auf, land ab in Interviews versichern,
dass er nicht "so" sei,das vorläufige Ende seiner Karriere war besiegelt.
 

Dieses Lied wurde verboten und erst nach der Aufhebung vom §175 erlaubt



 

Hier der Text zu diesem Lied:


Mike rannte fort von zu Haus
und er suchte, wo Frieden ist,
denn der Krieg,
den seine Eltern "Liebe" nannten,
der gefiel ihm nicht.
Und er kam in die Stadt
Doch das Leben war hart.
Keiner fragte nach ihm
nur ein komischer Typ mit getoentem Haar,
der einfach mit ihm ging.

Mike und sein Freund teilten zu zweit
unter dem Dach ein Zimmer.
Keiner sah zu. Man ließ sie in Ruh'. So sollte es sein fuer immer.

Mike brauchte Geld und suchte nach Jobs.
Doch das war sehr schwer.
Denn man schickte ihn fort und rief ihm Schimpfworte hinterher.
Doch es gab einen Menschen, der ihn verstand,
wenn er muede nach Hause kam.
Und er nahm seine Hand und er machte ihm Mut,
sagte: "Morgen wird alles gut."

Mike und sein Freund teilten zu zweit
unter dem Dach eine Liebe.
Mike und sein Freund traeumten davon,
daß es noch lang so bliebe.

Aber dann kam der Tag, da kriegte Mikes Vater das alles raus.
Und er kam mit der Axt und brach mit Gewalt die Tueren auf.
Er schlug alles kurz und klein und nahm mit, was uebrig blieb.
Und morgen wollte er dafuer sorgen,
daß jeder die Schande sieht.

Mike und sein Freund blieben zu zweit.
Nun wußte jeder von ihnen.
Mike und sein Freund nahmen sich vor
nie mehr Versteck zu spielen.

Und sie raeumten die Truemmer beiseite.
Und sie sagten sich:
"Wir beweisen der Welt, daß uns're Liebe nichts Schlechtes ist."
Doch am anderen Tag, als Mike ahnungslos zur Arbeit kam,
stand sein Vater am Tor mit 13 Mann.
Und sie groelten und spuckten ihn an.

Dann kam die letzte Nacht, in der Mike nicht mehr schlief.
Und gemeinsam mit seinem Freund schrieb er diesen Abschiedsbrief:
"Mama und Papa, verzeiht, weil mir doch keiner helfen kann.
Denn der einzigste Mensch, der mich wirklich liebte,
war ein Mann...

Zitat : Auch wenn wir das Jahr 2014 schreiben, so ist dieser Song leider immer noch Tatsache und viele leben heute immer noch mit schrecklicher Angst.!
Schlimm ist nur, wenn die Eltern ihre Kinde verstoßen....Nur wenn man anders Liebt, so ist man doch kein Dreck ..!!!

 


 

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 Caju
 19.08.2017 - 17:03
Schönes Wochenende !!

 ingamaus
 17.08.2017 - 19:09

 DJ Joogi
 17.08.2017 - 08:31
Ich wünsche Euch einen schönen

 Schweppes
 16.08.2017 - 09:11
schicke Wochenmitte Euch allen

 Schweppes
 14.08.2017 - 06:19
Guten Morgen Schnuckis. Wünsch Euch allen einen guten Start in die neue Woche

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